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Wir über uns

Wer wir sind:

 

Das Bündnis für Wohnen hat sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Lobbyarbeit für mehr bezahlbaren Wohnraum in Stadt und Kreis Bad Kreuznach zu machen. Wir alle erleben in unserer Arbeit täglich die Auswirkungen der verfehlten Wohnungspolitik in den vergangenen Jahrzehnten: Menschen suchen monatelang erfolglos Wohnung, sie müssen mit unzumutbaren Wohnverhältnissen vorlieb nehmen, finden lange Wartelisten bei Wohnungsbaugenossenschaften vor, erleben Mietwucher und illegale Praktiken von Vermieter*innen.

 

Das alles sind Auswirkungen einer Wohnungspolitik, die dazu geführt haben, dass es auch in Bad Kreuznach viel zu wenige Wohnungen für Menschen mit geringem oder keinem eigenen Einkommen gibt. Wohnraum in den Dörfern ist zwar leichter zu finden, aber mangels ÖPNV sind Orte ohne Einkaufsmöglichkeit und Anbindung an Versorgungszentren, Sprachkurse etc. keine Alternative.

 

Das Bündnis für Wohnen hat sich zusammengeschlossen, um gemeinsam auf die Situation aufmerksam zu machen. Wir haben zusammen Forderungen aufgestellt und laden zu Veranstaltungen ein, die einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen sollen, welche Auswirkungen der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für einzelne Menschen hat. Wir wollen auf das Thema aufmerksam machen und neue Anstöße geben.

 

Mit der gemeinsam organisierten Veranstaltung „Menschenwürdig und bezahlbar wohnen – (Un) möglich?“ im Mai 2019 begann unsere Zusammenarbeit im Vorfeld der Kommunalwahl 2019. Inzwischen hat sich der Kreis der Beteiligten Organisationen auf 9 Organisationen erweitert.

 

Aktuell gehören dem Bündnis an:

 

Forderungen:

 

A. Zugang für unsere „Klientel“ zu Wohnraum

 

1. Kosten der Unterkunft
Regelmäßige Angleichung der Kosten der Unterkunft von Seiten des Kreises Bad Kreuznach.

 

2. Mindeststandard
Bessere Kontrollen bei unzumutbaren Wohnungen auch für Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

3. Beratungsstelle
Einrichtung einer Fachberatungsstelle zum Thema Wohnen, die auch zentrale Meldestelle für freie Wohnungen ist.

 

4. Erreichbarkeit
Bezahlbarer, flächendeckender, regelmäßiger und öffentlicher Personennahverkehr in Stadt und Kreis Bad Kreuznach, auch barrierefrei für Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

5. Transparenz
Wohnungen sollen nach transparenten Regeln (z.B. Punktesystem) vergeben werden. Die Stadt sollte damit die faire Verteilung bei der Wohnungsvergabe sicherstellen.

 

B. Mehr günstiger Wohnraum ist nötig

 

6. Baugrund
Öffentlicher Baugrund darf nicht länger nach Höchstpreisen und ohne Auflagen an private Investoren verkauft werden. Soziale Kriterien, die dem Gemeinwohl dienen, sind anzuwenden (Konzeptverfahren).

 

7. Wohnungsbaugesellschaften
Stärkung des nicht profitorientierten Wohnungsbaus. Wir brauchen eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft auch für den Landkreis und/oder in den Verbandsgemeinden.

 

8. Durchmischung
Sozialer Wohnungsbau muss in allen Wohngebieten einer Stadt und auch in den Dörfern stattfinden. Auch Landgemeinden müssen Bauplätze für den Mietwohnungsbau ausweisen.

 

9. Unsichtbaren Wohnraum entdecken und nutzbar machen
Leerstand muss erfasst und so vorhandener Wohnraum sichtbar werden. Eine Soziale Wohnraumvermittlung und Wohnberatung (siehe Punkt 3) hilft diese Wohnungen nutzbar zu machen.

Die Bündnispartner

Aktiv für Flüchtlinge

Treffpunkt Reling

Wohnungslosenhilfe

Logo Zentrum selbstbestimmtes Leben

Kinderschutzbund

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe

EUTB

DGB

Frauenhaus